Auf dem Weg zur Normalisierung der Geldpolitik?

Auf dem Weg zur Normalisierung der Geldpolitik?

Auf dem Weg zur Normalisierung der Geldpolitik?

Der Anstieg der Kerninflation und der sich etablierende Trend zur Deglobalisierung (der ebenfalls als Inflationstreiber zu sehen ist) wird auf kurzfristige Sicht auch die Europäische Notenbank (EZB) dazu bringen, ihre Zinspolitik anzupassen. Ob dies in einem ersten Schritt durch einen Zinsanstieg oder zunächst über die deutliche Reduzierung der Anleihekäufe passieren wird, ist dabei noch nicht sicher. Jedoch wird mit jedem Normalisierungsschritt der amerikanischen Notenbank ein Nachjustieren der europäischen Geldpolitik wahrscheinlicher.

Das weltweite Wirtschaftswachstum ist dabei wirklich erfreulich, jedoch weisen die ersten Frühindikatoren auf eine Verlangsamung dieser positiven Wachstumsdynamik hin.

In dieser insgesamt sehr positiven Lage neigen viele Investoren zu großer Sorglosigkeit. Vor dem Hintergrund der politischen Risiken und den noch nicht völlig abschätzbaren Folgen der fortschreitenden Deglobalisierung sollte die Asset Allokation im Verlauf der nächsten Monate deutlich defensiver ausgerichtet werden.

Die Rentenmärkte sind erheblich überteuert und bei Staatsanleihen sind wir weiterhin sehr vorsichtig. Für die Aktienmärkte könnte das allgemein positive Umfeld weiterhin positiv nachwirken, aber abflauende weltweite Wachstumserwartungen und zunehmende politische Risiken könnten auch für die Assetklasse Belastungsfaktoren sein. Insgesamt erwarten wir für die meisten Anlageklassen Renditen, die unterhalb des langfristigen Durchschnitts liegen werden.

An einer aktiven Anlagestrategie geht kein Weg vorbei!

Mit herzlichen Grüßen,
Ihr Volker Sarstedt
im September 2017